Das Westgermanische

„Dieses Buch schließt eine empfindliche Lücke“

Die Erforschung der germanischen Sprachen hat seit dem 19. Jahrhundert beträchtliche Ergebnisse erzielt. Dabei galt das Augenmerk meist der linearen Entwicklung vom Indogermanischen zum Urgermanischen und weiter zu den Einzelsprachen. Als eine Zwischenstufe ist das „Westgermanische“ zu betrachten. Eine grammatische Beschreibung dieser Sprachstufe lag bisher nicht vor. Eulers Buch füllt diese Lücke in vorzüglicher Weise.

Prof. Dr. Alfred Bammesberger, Eichstädt


Das vorliegende Buch schließt eine empfindliche Lücke: Obwohl man seit Beginn der Studien zur Gliederung und Ausbreitung des Germanischen immer das Westgermanische einbeziehen musste und einbezogen hat, gab es bis heute keine zusammenfassende Abhandlung über diesen Sprachzweig. Wolfram Euler hat sich dieser gerade für das Deutsche und die Deutschen so wichtigen Sprachstufe angenommen. Seine Studie bestätigt nicht nur eindrucksvoll die gelegentlich noch bestrittene Ansicht, dass es eine westgermanische Zwischenstufe überhaupt gegeben hat, vielmehr präsentiert Euler hier eine umfassende und völlig plausible Rekonstruktion dieser völkerwanderungszeitlichen Sprache. Eulers Studie hat die Diskussion um die Vor- und Frühgeschichte des Hoch- und Niederdeutschen, des Friesischen, Niederländischen, Englischen und auch des Nordgermanischen ganz wesentlich bereichert. Ihr ist eine weite Verbreitung zu wünschen.

Prof. Dr. Jürgen Udolph, Zentrum für Namenforschung, Leipzig


Nachdem Wolfram Euler in seiner Sprache und Herkunft der Germanen das Protogermanische vor der (bzw. bis zur) Ersten Lautverschiebung anschaulich dargestellt hat, bietet er nun im vorliegenden Buch die Fortsetzung dazu, nämlich die Geschichte des Westgermanischen bis zur Zweiten (oder hochdeutschen) Lautverschiebung. Dieses wird sowohl hinsichtlich seiner gemeinsamen Grundlagen als auch seiner Auseinanderentwicklung beschrieben, wobei viele bisher wenig beachtetete neue Aspekte eingebracht wurden. Die „protowestgermanische Sprache“ wird hier in Form einer Grammatik zusammenfassend dargestellt, was – im Gegensatz zum Urnordischen – bisher noch nie versucht wurde. Somit ist Eulers Monographie die erste umfassende dieser Art und eine solide Grundlage für die weitere Forschung.

Prof. Dr. Heinz-Dieter Pohl, Wien / Klagenfurt


Herrn Kollegen Euler kenne ich gut und schätze ihn. Das gleiche gilt für sein neues Buch über das Westgermanische, das eine wichtige Lücke schließt.

Prof. Dr. Klaus Dietz, Berlin (Januar 2014)


Wolram Euler hat eine große, bisher bedauerlicherweise bestehende Lücke eindrucksvoll und für mich sehr hilfreich geschlossen. Vielleicht kann ich selbst meine Wörterbücher der fünf westgermanischen Einzelsprachen zu einer losen alphabetischen digitalen Einheit des westgermanischen Wortschatzes verbinden*. Ich freue mich mit Ihnen über die überzeugende Leistung und hoffe, dass sie allgemein entsprechend gewürdigt wird.

Prof. Dr. iur. Gerhard Köbler, Innsbruck (März 2014)

* Köbler ist Autor diverser altgermanischer Online-Lexika (althochdeutsch, altsächsisch, altfriesisch, altenglisch, altniederfränkisch, gotisch, altnordisch, urgermanisch usw.). Die von ihm überlegte Zusammenfassung zu einer Art digitalem Lexikon des Westgermanischen hat Prof. Köbler inzwischen hier veröffentlicht. 

 

Nach seinem von der Fachwelt sehr positiv aufgenommenen Werk über das Protogermanische legt Wolfram Euler nun als direkte Fortsetzung den Band "Das Westgermanische" vor. (...)

Euler leistet mit dieser Arbeit fraglos einen wesentlichen Beitrag zum weiteren Ausbau der Paläogermanistik und füllt in überzeugender Weise eine bisher klaffende Lücke mit der Rekonstruktion des Westgermanischen.

Prof. Dr. Klaus Steinke, Erlangen-Nürnberg (April 2014)